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Fuchsbejagung für den Artenschutz? Zusammenhänge zwischen Bejagung, Populationsdichte und Prädationsdruck von Rotfüchsen

Geringer Reproduktionserfolg aufgrund von hohem Prädationsdruck gilt als eine wichtige Ursache für den ungünstigen Erhaltungszustand vieler Arten weltweit, darunter auch bodenbrütende Vogelarten. Zum Beispiel weisen Studien auf eine Verminderung im Reproduktionserfolg von Raufußhühnern in Gebieten mit hoher Prädatorenhäufigkeit hin. Intensive Prädatorenkontrolle, also die verschärfte Bejagung mit dem Ziel einer Reduktion der Populationsdichte, gilt deshalb vielen als wichtige Maßnahme zum Schutz bedrohter Arten. In Baden-Württemberg ist in diesem Kontext unter anderem die im Bestand bedrohte Population des Auerhuhns im Schwarzwald zu nennen. Ziel des Projekts ist es, Zusammenhänge zwischen der auf lokaler Ebene praktizierten Fuchsbejagung und der relativen Populationsdichte von Füchsen durch eine vergleichende Studie in Revieren mit unterschiedlicher Bejagungsintensität zu prüfen. Auf Landschaftsebene untersuchen wir zudem Zusammenhänge zwischen der räumlichen Entwicklung der Auerhuhnpopulation im Schwarzwald und der Eignung der Landschaft für Füchse. Das Projektsoll zum einen eine belastbare Datenbasis in die Diskussion um die Effektivität räumlich-begrenzter Fuchsbejagung als Maßnahme im Artenschutz bringen, zum anderen dient es der Weiterentwicklung von großräumigen Monitoring-Methoden für den Rotfuchs.

 

Bearbeitung Jim-Lino Kämmerle
Betreuung Prof. Dr. Ilse Storch
Laufzeit 2016 - 2019
Partner
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